Modul VI - Grundwissen

Regelwerk

Ein Regelwerk ist kein Vorsatz, sondern ein geschriebener Vertrag mit dir selbst. Es legt vorher fest, was du tust, wenn der Markt und deine Emotionen dich vom Plan wegziehen wollen.

Ein gutes Regelwerk deckt alle drei Phasen ab, nicht nur den Einstieg.

Vorher festgelegt: nur in deinen Märkten, deinen Sessions, deinen Setups. Außerhalb davon ist die Antwort Nein, egal wie verlockend es aussieht.

Es definiert dein Setup, den genauen Auslöser für den Einstieg und die Bedingungen, die vorher erfüllt sein müssen. Kein Entry aus dem Bauch.

Beide stehen vor dem Einstieg fest: der Stop dort, wo deine Idee widerlegt ist, das Target an einem strukturell sinnvollen Level. Mehr dazu in Modul 05 und im Glossar.

Wenn die Bedingung, auf der er beruhte, nicht mehr gilt. Ein Trade ohne gültigen Grund wird geschlossen, nicht gehofft.

Nur wenn dein Regelwerk das Nachlegen vorher erlaubt und das Gesamtrisiko im Rahmen bleibt. Nachlegen aus Frust ist kein Nachlegen, das ist Revenge Trading.

Eine feste Grenze, ab der Schluss ist. Sie verhindert, dass ein schlechter Tag dein Konto oder deinen Kopf ruiniert.

Beides sind Risikomomente: nach Verlusten droht Revenge Trading, nach Gewinnen Übermut. Das Regelwerk schreibt dann eine Pause oder eine reduzierte Größe vor.

Aufhören, bevor du Schaden anrichtest (siehe Tilt). Jeden Regelbruch trägst du ehrlich ins Journal ein, denn was du nicht festhältst, wiederholst du.

Ein Regelwerk ist nicht das, was du dir vornimmst. Es ist das, woran du dich hältst, wenn du Druck spürst.